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Mobbing - Arbeitsrecht von A bis Z - Rechtsanwalt Hannover 0511-5389990 Rechtsberatung Fachanwalt Arbeitsrecht Hannover Zivilrecht

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Mobbing

Es ist in der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung anerkannt, dass unter dem Begriff Mobbing das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern unter­einander oder durch Vorgesetzte zu verstehen ist. Es handelt sich um keinen eigenständigen juristischen Tatbestand. Die Besonderheit liegt vielmehr darin, dass eine Vielzahl einzelner Handlungen vorliegt, die für sich gesehen unerheblich sind, jedoch aufgrund ihrer systema­tischen Begehungsweise - nach Art der Handlungen sowie deren zeitlicher Abfolge - in einem Zusammenhang stehen und eine einheitliche Zielrichtung aufweisen.

Bei Vorliegen dieser Voraussetzungen kann die Gesamtheit einzelner unerheblicher Handlun­gen als Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts zu würdigen sein, wenn sie Teil eines systematischen Mobbingverhaltens sind und sich auch der Vorsatz des Schädigers nicht nur auf einzelne Handlungen bezieht, sondern sich auf die Gesamtheit des zielgerichteten systema­tischen Handelns richtet. Es genügt deshalb nicht allein, dass ein Vorgesetzter die Rechts­widrigkeit seiner einzelnen Handlungen erkennen konnte. Darüber hinaus muss sich sein Vor­satz auf das Ziel der Persönlichkeitsrechtsverletzung respektive die Gesundheitsbeeinträchti­gung des Arbeitnehmers richten. Der Begriff Mobbing ist vom sogenannten Straining abzugrenzen. Unter Straining versteht man eine bewusste, vorsätzlich herbeigeführte Belastungssituation, unter der das Straining-Opfer psychisch und/oder physisch erkrankt und unter dem aufgebauten Druck regelrecht zusammenbricht. Einmalige Ereignisse am Arbeitsplatz sind bei entsprechenden Folgen unter den Begriff Straining zu subsumieren, wenn betroffene Arbeitnehmer bewusst überfordert werden.

Behauptet ein Arbeitnehmer, er sei durch fortgesetzte Herabsetzungen und Schikanen des Arbeitgebers krank geworden, so müssen im Prozess um Schadensersatz und Schmerzensgeld die beanstandeten Verhaltensweisen so konkret dargelegt und bewiesen werden, dass in jedem Einzelfall beurteilt werden kann, ob diese Verhaltensweise rechtswidrige und schuldhafte Über­schreitungen des Direktionsrechts gewesen sind und ob der Handelnde damit zu rechnen hatte, dass sein Verhalten eine Erkrankung verursachen könnte. Es genügt nicht, die beanstandeten Verhaltensweisen unter eine der inzwischen gebräuchlichen Definitionen von Mobbing zu sub­sumieren. Mobbing ist - wie gesagt - für sich genommen kein juristisch verwertbarer Begriff.

Rechtsanwalt Armin Rudolf
Fachanwalt für Arbeitsrecht
RITTER GENT COLLEGEN, Hannover