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Gleichbehandlungsgrundsatz

Bei Arbeitnehmern, die sich in der Regel in einer Gemeinschaft mit anderen befinden, wird eine unterschiedliche Behandlung durch den Arbeitgeber zumeist schnell bekannt und sie empfinden das Verhalten des Arbeitgebers als ungerecht, wenn keine sachlichen Gründe für die Ungleich­behandlung erkennbar sind. Im Arbeitsrecht verbietet der gewohnheitsrechtlich anerkannte all­gemeine Gleichbehandlungsgrundsatz dem Arbeitgeber sachfremde Unterscheidungen zwi­schen den Arbeitnehmern seines Betriebes. Arbeitgeber dürfen - vereinfacht ausgedrückt - we­sentlich gleiche Sachverhalte nicht willkürlich ungleich behandeln.

Der Gleichbehandlungsgrundsatz greift nur, wenn sich benachteiligte und begünstigte Arbeit­nehmer in einer vergleichbaren Lage befinden. Das wird z. B. anerkannt für Arbeitnehmer mit vergleichbarer Tätigkeit.

Praktisch bedeutsam ist der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz vor allem für den Bereich der freiwilligen Sonderleistungen, wie z. B. bei der Gewährung von Gratifikationen oder von Zusagen der betrieblichen Altersversorgung.

Rechtsanwalt Armin Rudolf
Fachanwalt für Arbeitsrecht